Der Indikator für die Stimmung der Einkaufsmanager stieg um 0,8 Punkte auf 51,6 Punkte, wie S&P Global am Mittwoch in London nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Eine erste Schätzung wurde leicht um 0,2 Punkte nach oben revidiert, während Analysten im Schnitt eine Bestätigung erwartet hatten.
Der Stimmungsindikator kletterte damit weiter über die sogenannte Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Dies deutet auf ein Anziehen der wirtschaftlichen Aktivität hin.
In Deutschland und Frankreich, den grössten Volkswirtschaften der Eurozone, entwickelte sich die Stimmung in den Industriebetrieben in unterschiedliche Richtungen. Während sich der Indikator für Frankreich kaum verändert an der Expansionsschwelle hielt, zog der entsprechende Wert für Deutschland deutlich an und kletterte unerwartet deutlich über die Expansionsschwelle.
Ein gemischtes Bild zeigte auch die Entwicklung in weiteren wichtigen Ländern der Eurozone. In Italien verbesserte sich die Stimmung in den Industrieunternehmen unerwartet deutlich mit einem Wert des Indikators klar über 50 Punkten. In Spanien hat sich die Stimmung hingegen überraschend eingetrübt, wobei der Indikator klar unter die Expansionsschwelle rutschte.
Das Wachstum des Verarbeitenden Gewerbes habe seit Beginn des Jahres langsam an Fahrt gewonnen, unterstützt durch den in den vergangenen Jahren insgesamt gedämpften Kostendruck, kommentierte Joe Hayes, Analyst bei S&P Global Market Intelligence. Seiner Einschätzung nach zeigt der Krieg im Nahen Osten allerdings erste Spuren.
(AWP)

