Schneider solle ‌Amtsinhaber ⁠Jim Hagemann Snabe nach der Hauptversammlung am 11. Februar 2027 ablösen, ⁠teilte Siemens am Dienstag nach einer Sitzung des Gremiums mit. Dass Schneider die ‌Nachfolge Snabes antreten soll, war seit eineinhalb Jahren ‌klar, die Hauptversammlung 2027 galt als ​letztmöglicher Termin. Der ehemalige SAP-Manager Snabe versuchte Zweifel an der Qualifikation Schneiders zu zerstreuen, den er selbst angeheuert hatte: «Er ist die ideale Besetzung. Das wird er sehr, sehr gut machen», sagte Snabe dem «Handelsblatt». ‌Schneider habe sich sehr gut eingearbeitet, er kenne jetzt das Unternehmen und seine Kultur.

Auch die Vertreterin der Gründerfamilie im Aufsichtsrat, Nathalie von Siemens, stellte ​sich im «Handelsblatt» hinter Schneider. «Die Siemens-Familie hat volles Vertrauen in ​die Prozesse des Unternehmens und in ​die dabei ausgewählten Führungspersönlichkeiten. Das gilt im Besonderen auch für Mark Schneider.» Von Siemens ‌scheidet 2027 nach zwölf Jahren - wie Snabe - aus dem Aufsichtsrat aus. Ihre Nachfolge soll für die noch mit sechs Prozent beteiligte Familie Christoph ​von ​Seidel übernehmen.

Die Technologiekompetenz, deren Fehlen Investoren ⁠bei Schneider moniert hatten, soll im Aufsichtsrat ​künftig Ola Rollén beisteuern, ⁠wie Snabe der Zeitung sagte. Der 61-jährige Rollén war bis 2022 ‌Chef des schwedischen Technologieunternehmens Hexagon. Dritter Neuling im Siemens-Aufsichtsrat soll von 2027 an Marion Helmes werden. Die ehemalige Celesio-Chefin gehört ‌laut ihrem LinkedIn-Profil bereits den Aufsichtsräten von Siemens ​Healthineers, Heineken und Lonza an. Sie soll bei Siemens Benoit Potier ersetzen.

(Reuters)