Die Gewinne gebe es im Westen des Gebiets Saporischschja und dort im Südwesten und Südosten der Stadt Orichiw, teilte das US-Institut für Kriegsstudien (ISW) in Washington mit. Insgesamt gebe es ukrainische Offensivhandlungen an vier Abschnitten der Front, hiess es. Dagegen hatte das russische Militär mitgeteilt, die Angriffe dort und im Gebiet Donezk um die Stadt Bachmut erfolgreich abgewehrt zu haben.
Die ukrainischen Luftstreitkräfte informierten am Sonntag auch über den erneuten Abschuss von sechs Drohnen im Gebiet Charkiw und Sumy an der Grenze zu Russland. Am Samstag hatte die ukrainische Luftabwehr mitgeteilt, dass 2 Marschflugkörper und 20 Drohnen abgeschossen worden seien. Demnach hatte Russland 35 Drohnen und 8 Raketen auf Ziele in der Ukraine abgefeuert - auf militärische und wichtige Infrastruktur-Objekte. Die russischen Angriffe richteten sich demnach neben Odessa auch gegen Ziele in der Region Poltawa und in Charkiw.
Auch russische Regionen meldeten erneut Beschuss von ukrainischer Seite. In der Region Kaluga schlugen laut Behörden zwei Drohnen ein. Über Verletzte oder grössere Schäden war zunächst nichts bekannt. Im an die Ukraine grenzenden Gebiet Belgorod, das seit Tagen beschossen wird, teilte Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow am Sonntag mit, dass ein Güterzug mit 15 leeren Waggons entgleist sei. Verletzte gab es demnach nicht, der regionale Zugverkehr musste vorübergehend eingestellt werden. Die Hintergründe waren zunächst unklar. In Russland verüben immer wieder Schienenpartisanen Sabotageakte gegen Bahnanlagen, um militärischen Nachschub zu stoppen.
Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als 15 Monaten gegen den russischen Angriffskrieg, der am 24. Februar 2022 begonnen hatte. Das mit westlichen Waffen ausgestattete Land will sich im Zuge einer Gegenoffensive die von Russland besetzten Gebiete zurückholen. Dazu hatte Kiew zuletzt auch breite Offensivhandlungen und Angriffe seiner Truppen bestätigt. Es gab allerdings weiter keine klare Bestätigung, dass die seit Monaten angekündigte Grossoffensive begonnen hat. Kremlchef Wladimir Putin hatte am Freitag gesagt, diese Offensive der Ukraine habe bereits begonnen.
(AWP)

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"Kennedy griff den auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges vorherrschenden Pessimismus an, dass ein Frieden mit der Sowjetunion unmöglich sei, „dass Krieg unvermeidlich ist – dass die Menschheit dem Untergang geweiht ist – dass wir von Kräften erfasst werden, die wir nicht kontrollieren können.“ Wir müssen diese Ansicht nicht akzeptieren. Unsere Probleme sind menschengemacht – daher können sie vom Menschen gelöst werden.“
Entscheidend sei, so Kennedy, dass wir „nicht nur eine verzerrte und verzweifelte Sicht auf die andere Seite sehen dürfen“. Wir dürfen „Konflikte nicht als unvermeidlich, Anpassung als unmöglich und Kommunikation nicht als nichts anderes als einen Austausch von Drohungen betrachten.“ In der Tat, sagte Kennedy, sollten wir „das russische Volk für seine vielen Errungenschaften loben – in Wissenschaft und Raumfahrt, im wirtschaftlichen und industriellen Wachstum, in der Kultur und in mutigen Taten.“ Kennedy warnte davor, einen Atomgegner in die Enge zu treiben, was ihn zu verzweifelten Aktionen verleiten könnte. „Vor allem müssen die Atommächte bei der Verteidigung unserer eigenen lebenswichtigen Interessen jene Konfrontationen abwenden, die einen Gegner vor die Wahl zwischen einem demütigenden Rückzug oder einem Atomkrieg stellen.“ Einen solchen Kurs im Atomzeitalter einzunehmen, wäre nur ein Beweis für den Bankrott unserer Politik – oder für einen kollektiven Todeswunsch für die Welt.“ How JFK Would Pursue Peace In Ukraine BY TYLER DURDEN MONDAY, JUN 12, 2023 - 01:30 AM Authored by Jeffrey Sachs via CommonDreams.org