Die Exporterwartungen ‌stiegen ⁠im April auf plus 0,1 Punkte, ⁠nach minus 0,7 Punkten im März, wie das Münchner Ifo-Institut ‌am Montag mitteilte. Positive und ‌negative Erwartungen halten ​sich damit die Waage. «Für die Exportwirtschaft geht es gegenwärtig weder vor noch zurück», erläuterte Ifo-Umfrageleiter Klaus Wohlrabe. Die hohe geopolitische Unsicherheit belaste die Planungen.

Die Exporterwartungen ‌in der Automobilindustrie fielen laut den Münchner Wirtschaftsforschern zwar etwas niedriger aus als zuletzt, sind aber ​weiterhin eher optimistisch. Gleiches gilt für die ​Elektronikbranche und die Möbelhersteller. ​Die Erwartungen der Nahrungsmittel- und Getränkehersteller zogen sogar merklich an. ‌Schwierig bleibt die Lage dagegen für viele energieintensive Branchen. Dort wird eher mit rückläufigen Exporten gerechnet.

Die ​deutschen ​Exporteure hatten im ⁠Februar und damit vor ​dem Iran-Krieg spürbar steigende ⁠Umsätze verbucht. Der Konflikt in Nahost sorgt trotz ‌der Feuerpause jedoch inzwischen für grosse Unsicherheit in der Wirtschaft. Die Firmen ‌dürften sich vorerst auf anhaltend höhere Kosten ​vor allem bei der Energie einstellen.

(Reuters)