Sie verwies in einem Interview ⁠der Zeitung «Les Echos» darauf, dass ihre Amtszeit bis Oktober 2027 laufe. Sie sehe ‌ihre Aufgabe darin, die Preisstabilität zu ‌gewährleisten.

«Angesichts der Tatsache, dass ​wir erneut eine turbulente Phase durchleben, bin ich der Meinung, dass der Kapitän des EZB-Schiffs an Bord bleiben muss.» Auf die Frage, ob sie sich bei einer Beruhigung der Lage ‌einen vorzeitigen Rückzug vorstellen könne, um sich 2027 in den französischen Präsidentschaftswahlkampf einzubringen, sagte sie: «Das ist möglich. Ich bin überzeugt, dass in ​der französischen Präsidentschaftsdebatte eine europäische Stimme gehört werden muss.»

Sollte ​diese Debatte ein eingeschränkteres Bild ​von Frankreichs Rolle in Europa offenbaren, halte sie es für notwendig zu erklären, ‌warum dies ein schmerzhafter Weg für Frankreich und seine Bürger wäre, sagte Lagarde.

Nach Gerüchten um einen vorzeitigen Rückzug hatte ​sie ​noch im Februar ihre Absicht ⁠bekräftigt, ihre Amtszeit bis zum Ende ​zu absolvieren. Die «Financial Times» ⁠hatte berichtet, Lagarde wolle ihr Amt als EZB-Präsidentin vorzeitig niederlegen, ‌um dem scheidenden französischen Präsidenten Emmanuel Macron ein Mitspracherecht bei der Bestimmung ihrer Nachfolge zu geben.

Lagardes ‌reguläre Amtszeit läuft bis Ende Oktober 2027. Im ​Frühjahr 2027 stehen in Frankreich Präsidentschaftswahlen an.

(Reuters)