Im aktuellen und im nächsten Quartal könnte die Wirtschaft schrumpfen, sagte EZB-Chefin Christine Lagarde am Donnerstag nach dem Zinsbeschluss. Ursächlich hierfür seien die Energiekrise, die große Unsicherheit, die globale Wirtschaftsflaute sowie verschärfte Finanzierungsbedingungen. Laut den jüngsten Projektionen der Experten der Europäischen Zentralbank dürfte eine Rezession jedoch relativ kurz und milde sein. Das Wachstum im kommenden Jahr dürfte sich dennoch verhalten entwickeln.

Auch EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni hat für den Winter eine Rezession im Euroraum vorhergesagt. Er geht davon aus, dass die Wirtschaft nicht vor dem Frühjahr in die Wachstumsspur zurückkehren wird. Laut Projektion der EU-Kommission dürfte das Bruttoinlandsprodukt im Währungsgebiet im nächsten Jahr nur noch um 0,3 Prozent steigen. Im Sommerquartal hatte BIP noch um 0,3 Prozent zugelegt. 

(Reuters)