Experten der EZB-Geldpolitik haben ihre Erwartungen an das Wirtschaftswachstum im Euroraum für das laufende Jahr leicht angehoben. Für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gehen sie jetzt von einem Anstieg von 1,2 Prozent aus, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Freitag in Frankfurt zu ihrer vierteljährlichen Umfrage mitteilte. Zuletzt hatten sie nur ein Plus von 1,1 Prozent vorausgesagt. 2027 soll dann ein Zuwachs beim BIP von 1,4 Prozent und 2028 von 1,3 Prozent herausspringen.
Die EZB-Beobachter gehen zudem davon aus, dass die Inflation in der 21-Länder-Gemeinschaft im laufenden Jahr das Ziel der Notenbank von 2,0 Prozent unterschreiten wird. Sie veranschlagen für 2026 nach wie vor eine durchschnittliche Teuerungsrate von 1,8 Prozent. 2027 soll sie auf 2,0 Prozent steigen und dann 2028 bei 2,1 Prozent landen.
In ihrem viermal pro Jahr aufgelegten sogenannten Survey of Professional Forecasters (SPF) befragt die EZB Volkswirte zu deren Wachstums- und Inflationsprognosen. Der EZB-Rat beliess den Leitzins am Donnerstag auf seiner Sitzung unverändert bei 2,0 Prozent.
(Reuters)

