Durch die Energie-Krise seien die öffentlichen Finanzen im Euro-Raum mit neuen Herausforderungen konfrontiert, teilte die finnischen Notenbank am Donnerstag in Helsinki mit. Die langfristige Schuldentragfähigkeit von mehr als einem Drittel der Euro-Länder sei ernsthaft gefährdet. Die Bemühungen der Länder, Wege zu finden, um die Belastungen der Haushalte durch hohe Energierechnungen zu begrenzen, seien zwar verständlich. "Aber wahllose Ausgabenerhöhungen würden im Kampf gegen die Inflation nicht helfen", erklärte Rehn. Stattdessen seien passgenaue, zeitlich befristete Massnahmen zur Unterstützung der Hilfsbedürftigsten der richtige Ansatz, sagte das Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB).

Unlängst hatte EZB-Präsidentin Christine Lagarde gefordert, geplante fiskalische Massnahmen der Länder, mit denen die Folgen der hochschiessenden Energie-Preise für die Bevölkerung abgemildert werden sollen, befristet und zielgerichtete zu gestalten. Damit werde das Risiko begrenzt, dass die Inflation weiter angeheizt werde. Die Aufgabe der Geldpolitik werde dadurch zudem erleichtert.

(Reuters)