«Diese US-Politik untergräbt das Vertrauen globaler ​Investoren in auf Dollar lautende Vermögenswerte ‌und wird wahrscheinlich den ‌schrittweisen Trend zur Diversifizierung anheizen», sagte der französische Notenbankchef und EZB-Ratsmitglied, Francois Villeroy de ‌Galhau, am Dienstag in Paris. Die Sorge, dass die US-Regierung die Weltleitwährung zur Durchsetzung ihrer Interessen nutzen könnte, nage ⁠am Vertrauen der Investoren.

Villeroy zufolge tragen Angriffe auf die Unabhängigkeit der US-Notenbank Fed, Zweifel an der Haushaltsdisziplin ​Washingtons und Strafzölle zu den Bedenken bei. ‌Hinzu komme die Befürchtung, dass ‍die Regierung von Präsident Donald Trump das auf dem ​Dollar basierende Zahlungssystem als Waffe einsetzen könnte, sagte das Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB).

In den vergangenen Monaten hat Trump ‌immer wieder gegen Fed-Chef Jerome Powell ⁠geschossen, dessen Rauswurf in den ‌Raum gestellt und sehr deutliche Zinssenkungen gefordert. Die Fed ist in ihren ‍Entscheidungen unabhängig. Powells Amtszeit läuft im Mai aus. Als Favoriten auf seine Nachfolge gelten ​der ehemalige Fed-Gouverneur Kevin Warsh und der ‍Direktor des Nationalen Wirtschaftsrats, Kevin Hassett.

(Reuters)