Die Facebook-Mutter kündigte am Dienstag an, in sämtlichen Staaten der Europäischen Union (EU) sowie den USA und Grossbritannien eine Technologie zur automatischen Erkennung minderjähriger Nutzer einzuführen. Sie setze Konten auch dann in den besonders geschützten Teenager-Modus, wenn Anwender ein falsches Geburtsdatum angäben.
Mit Hilfe Künstlicher Intelligenz (KI) würden sämtliche Aktivitäten daraufhin geprüft, ob ein Nutzer mutmasslich minderjährig ist, hiess es weiter. Zudem solle die Technologie es Jugendlichen erschweren, neue Konten mit falschen Altersangaben zu eröffnen.
Online-Netzwerke stehen seit Längerem international unter Druck. Die EU wirft Meta vor, Kinder unter 13 Jahren nicht energisch genug von seinen Plattformen wie Facebook oder Instagram fernzuhalten. Zudem laufen diverse Gerichtsverfahren gegen die Branche, in denen die Unternehmen beschuldigt werden, die Verbreitung KI-generierter, sexualisierter Bilder nicht einzudämmen oder mit dem Design ihrer Apps Suchtverhalten zu fördern. Recherchen der Nachrichtenagentur Reuters zufolge liess Meta zudem seinem KI-Chatbot grosse Freiheiten bei der Kommunikation mit Minderjährigen. Die Software dürfe «Kinder in romantische oder sinnliche Gespräche verwickeln». Für diese Berichterstattung erhielten Reuters-Journalisten den renommierten Pulitzer-Preis.
(Reuters)

