Er bleibt in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent, wie die Federal Reserve am Mittwoch bekanntgab. Infolge des Iran-Konflikts hat die Inflation in den USA kräftig angezogen, womit Zinssenkungen vorerst als unwahrscheinlich gelten.
Warsh war von US-Präsident Donald Trump ins Amt gebracht worden, der die unabhängigen Notenbanker immer wieder vergeblich zu kräftigen Zinssenkungen gedrängt hat. Doch dürfte Trumps Wunsch vorerst nicht in Erfüllung gehen. Die Währungshüter peilten in ihrem Zinsausblick an, dass sie dieses Jahr die Zinsen erhöhen. Noch im März hatten sie eine mögliche Senkung für 2026 in Aussicht gestellt.
Die US-Notenbank rechnet für das laufende Jahr mit einer deutlich höheren Inflation als bislang. Für 2026 erwartet die Zentralbank mittlerweile eine Teuerungsrate von 3,6 Prozent - noch im März, kurz nach dem Beginn des Iran-Kriegs, waren die Experten von 2,7 Prozent ausgegangen. Die Inflation dürfte im kommenden Jahr auf 2,3 Prozent abflauen, was 0,1 Prozentpunkte mehr wäre als zuvor erwartet.
Unterdessen dürfte die US-Wirtschaft mit 2,2 Prozent in diesem Jahr schwächer wachsen als erwartet. Bislang erwartete die Fed ein Plus von 2,4 Prozent. Die Konjunkturerwartungen für das kommende Jahr bleiben bei 2,3 Prozent.
Die Fed-Mitglieder erwarten im Mittel in diesem Jahr einen Leitzins von 3,75 Prozent, nachdem sie zuvor nur 3,375 Prozent erwartet hatten.
(Reuters/AWP)

