Die Präsidentin der Federal Reserve von San Francisco, Mary Daly, hält weitere ‌Zinssenkungen ‌für möglich, um einer Schwäche am Arbeitsmarkt entgegenzuwirken. Es könnten ein oder zwei weitere Zinsschritte nach unten nötig sein, ​sagte Daly am Freitag der ‌Nachrichtenagentur Reuters. Arbeitnehmer bewegten sich ‌auf einer Gratwanderung, da die hohen Preise die Löhne aufzehrten und neue Stellen rar seien.

Die US-Notenbank hatte ihren Leitzins in der vergangenen ⁠Woche in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen. Sie habe diese Entscheidung zwar unterstützt, man hätte ​aber auch Argumente für eine sofortige ‌Senkung finden können, fügte ‍Daly hinzu.

Die Inflation lag im vergangenen Jahr mit rund ​drei Prozent weiter über dem Ziel der Fed von zwei Prozent. Dennoch zeigte sich die Währungshüterin besorgter ‌über die Beschäftigungslage als über ⁠die Teuerung. Ein Arbeitsmarkt mit ‌wenigen Neueinstellungen könne schnell kippen, wenn die Nachfrage der Unternehmen ausbleibe. ‍Daly ist in diesem Jahr im Offenmarktausschuss (FOMC) der Zentralbank nicht stimmberechtigt, nimmt aber an den ​regelmässigen Sitzungen teil.

(Reuters)