Weitere Zinssenkungen der US-Notenbank Fed dürften der Notenbankerin Anna Paulson noch eine Weile auf sich warten lassen. Die Währungshüter wollten die Entwicklung der Wirtschaft abwarten, sagte die Präsidentin der Fed von Philadelphia am Samstag. «Ich sehe eine Abschwächung der Inflation, eine Stabilisierung des Arbeitsmarktes und ein Wachstum von etwa zwei Prozent in diesem Jahr», heisst es in einem Manuskript für eine Rede Paulsons bei der Jahrestagung der Allied Social Science Associations in Philadelphia. «Wenn all dies eintritt, dann wären einige bescheidene weitere Anpassungen des Leitzinses im weiteren Verlauf des Jahres wahrscheinlich angemessen.»
Die Fed hatte im vergangenen Jahr den Leitzins in drei Schritten um insgesamt 0,75 Prozentpunkte auf eine Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent gesenkt. Die Währungshüter standen dabei vor einem Balanceakt: Sie wollten die Inflation eindämmen, ohne den schwächelnden Arbeitsmarkt abzuwürgen. Zudem sah sich die Fed erheblichem Druck von Präsident Donald Trump ausgesetzt, der aggressivere Zinssenkungen forderte.
(Reuters)
