Die Geldpolitik sei angemessen und dämpfe die Inflation, sagte Paulson am Dienstag (Ortszeit). Zugleich bezeichnete sie es als «gesund», dass Investoren mittlerweile Szenarien in Betracht zögen, in denen die Zinsen für längere Zeit unverändert blieben oder sogar weiter steigen könnten. Die Teuerungsrate sei nach wie vor zu hoch.
Zinssenkungen seien bei einem weiterhin ausgewogenen Arbeitsmarkt nur dann angebracht, wenn es erneute Fortschritte bei der Eindämmung der Inflation gebe, erklärte die Notenbankerin auf einer Konferenz im Bundesstaat Florida. Die leicht restriktive Geldpolitik helfe derzeit dabei, die Auswirkungen von Zöllen und den mit dem Nahost-Konflikt verbundenen Preissteigerungen in Schach zu halten. Die jüngsten Marktbewegungen, bei denen Investoren zunehmend auf eine Zinserhöhung statt auf die zu Jahresbeginn erwarteten Senkungen wetten, deckten sich weitgehend mit ihren eigenen Überlegungen.
Experten gehen davon aus, dass die Fed ihren Leitzins auf der kommenden Sitzung im Juni in der aktuellen Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen wird. Es wird das erste Zinstreffen unter der Leitung des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh sein, der am Freitag vereidigt werden soll.
(Reuters)

