Das geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten Protokoll der Zinssitzung von Ende Januar hervor. Andere Notenbanker halten dagegen an der Erwartung von Zinssenkungen fest.
Bei der Sitzung am 27. und 28. Januar hatten sich die Währungshüter fast einstimmig dafür ausgesprochen, den Leitzins in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent zu belassen. Die beiden Fed-Gouverneure Christopher Waller und Stephen Miran stimmten jedoch dagegen. Mehrere Teilnehmer erklärten dem Protokoll zufolge, dass auch Zinserhöhungen wieder möglich seien, sollte die Inflation über dem Fed-Zielwert von zwei Prozent verharren.
An den Finanzmärkten wird erwartet, dass die Fed ihren Leitzins bis zur Sitzung Mitte Juni beibehält. Für Juni sowie für die darauffolgende Sitzung im September werden Zinssenkungen um jeweils einen viertel Prozentpunkt erwartet. Die nächste Sitzung ist am 17. und 18. März. Dann werden die Notenbanker auch aktualisierte Wirtschafts- und Zinsprognosen vorlegen.
Die Juni-Sitzung könnte die erste unter der Leitung des nominierten Fed-Chefs Kevin Warsh sein. Er soll im Mai die Nachfolge von Jerome Powell antreten, dessen Amtszeit endet. Warshs Nominierung durch Präsident Donald Trump muss noch vom US-Senat bestätigt werden.
Powell war wiederholt und auch unter der Gürtellinie von Trump dafür kritisiert worden, dass er die Zinsen nicht so kräftig wie von ihm gefordert gesenkt hat. Der Präsident hat mehrfach erklärt, der neue Fed-Chef müsse seinen Vorstellungen folgen.
(Reuters)

