Zugleich bekräftigte die Führung des Fussball-Weltverbandes nach einem Krisentreffen in Marokko ihre uneingeschränkte Unterstützung für Präsident Gianni Infantino. In einem separaten Schreiben an die 211 Mitgliedsverbände habe sich der Verband für die Fehler entschuldigt und eine Überprüfung zugesagt, teilte die Fifa mit.
Hintergrund ist der in der vergangenen Woche zurückgezogene Vorschlag, einen Anteil von 20 Prozent an einer neuen Gesellschaft für kommerzielle Rechte für rund 4,2 Milliarden Dollar an private Investoren zu verkaufen. Der Plan hatte heftige Kritik vom europäischen Fussballverband Uefa und anderen Interessengruppen hervorgerufen. Sie warfen der Fifa schlechte Unternehmensführung und mangelnde Absprachen vor. Die Uefa erklärte, sie habe kein Vertrauen mehr in Infantinos Führung.
Die Affäre gilt als die bisher grösste Herausforderung für Infantinos Führung seit seinem Amtsantritt 2016 und überschattet seine Wiederwahl im März, die vor zwei Monaten noch als sicher galt. Der kanadische Premierminister Mark Carney stellte Infantinos Führung am Mittwoch in Frage. «Ich habe kein Vertrauen in Herrn Infantino», sagte er vor Reportern. Während eine Handvoll europäischer Verbände ihre Unterstützung zurückgezogen hat, kann Infantino weiterhin auf Rückhalt aus anderen Regionen zählen, deren Verbände auf die Finanzhilfen der Fifa angewiesen sind.
(Reuters)

