«Nachdem wir uns alle ‌Meinungen sorgfältig ⁠angehört haben, ist klar geworden, dass das Projekt derart spaltet, dass ⁠es ungeachtet der Unterstützung nicht mehr dem Interesse des ursprünglich gesetzten Ziels dient», teilte Fifa-Präsident ‌Gianni Infantino in der Nacht zum Samstag ‌mit. «Unser Ziel war es immer - ​und wird es immer sein - zu einen und zu verbessern. Daher wird dieser Vorschlag nicht weiterverfolgt», hiess es weiterhin in der Mitteilung.

Zuvor hatte die Zeitung «New York Post» berichtet, der Plan des Fussball-Weltverbands Fifa, Anteile an ‌seinem Geschäft an externe Investoren zu verkaufen, sei am weltweiten Widerstand von regionalen Fussballverbänden und Streitigkeiten unter leitenden Fifa-Funktionären gescheitert. Fifa-Präsident Gianni Infantino hatte einen milliardenschweren ​Verkauf von Anteilen an den Fussball-Weltmeisterschaften an Investoren angestrebt. ​Mit dem Verkauf von rund 20 Prozent der ​Anteile sollten bis zu 4,2 Milliarden Dollar eingenommen werden. Der Wert des neuen Geschäftsbereichs ‌hätte damit bei 20 Milliarden Dollar gelegen.

Die Fussballverbände in Europa (Uefa), Asien (AFC) und für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik (Concacaf)hatten sich jedoch gegen Infantinos Pläne ​ausgesprochen ​und teilweise mit einem Boykott der ⁠Fussball-WM gedroht. Infantinos leitender Berater Carlos Cordeiro war ​am Freitag mit sofortiger ⁠Wirkung zurückgetreten. Er bezeichnete den Plan Infantinos als schlechtes Geschäft für den ‌Fussball. Der operative Geschäftsführer (COO) der Fifa, Kevin Lamour, sagte, die Mitarbeiter des Fussball-Weltverbands seien von Infantino getäuscht worden. Er beschrieb den ‌Vorschlag als «Projekt einer einzigen Person».

(Reuters)