Martin und Rosmarie Ebner steigen bei Holcim mit 3,1 Prozent in den erlauchten Kreis der bedeutenden Aktionäre auf. Das geht am Montagmorgen aus einer Offenlegungsmeldung an die Schweizer Börse SIX hervor. Das Aktienpaket des bekannten Financiers und seiner Ehegattin hat einen Marktwert von etwas mehr als eine Milliarde Franken.

Die Offenlegungsmeldung steht im Zusammenhang mit der am Freitag vollzogenen Kapitalherabsetzung, hat der Baustoffhersteller aus Zug die über eine zweite Handelslinie erworbenen eigenen Aktien doch vernichtet. Als bedeutende Aktionäre mussten sich die Ebners nur deshalb zu erkennen geben, weil durch die Vernichtung der zurückgekauften Aktien der Stimmenanteil sämtlicher verbleibender Anteilseigner grösser wurde.

Holcim einer der diesjährigen SMI-Gewinner

Wie aus Börsenkreisen verlautet, geht vom Beteiligungspaket Martin und Rosmarie Ebners durchaus Signalwirkung aus. Dies selbst im Wissen, dass der Financier und seine Ehegattin zuletzt wohl keine Aktien zugekauft haben.

Noch erweist sich die Neuigkeit nicht als der erhoffte Kurstreiber für die Holcim-Aktie. Sie kann sich dem schwachen Gesamtmarkt nicht entziehen und verliert zur Stunde 0,7 Prozent auf etwas mehr als 59 Franken. Zuletzt haderte die Aktie mit der Marke von 60 Franken. Mit einem Kursplus von gut 24 Prozent zählt sie zu den diesjährigen SMI-Gewinnern. Nur die Valoren von ABB, Richemont und Lonza schneiden seit Januar noch besser ab.

Was genau für Überlegungen hinter der Beteiligung der Ebners stehen, ist nicht bekannt. Unter dem langjährigen Firmenchef Jan Jenisch wird der Zementhersteller allerdings neu ausgerichtet, und das mit Erfolg. Ausserdem gilt die Holcim-Aktie mit einer Dividendenrendite von 4,2 Prozent als dividendenstark. Auch das könnte mitunter ein Grund für das Engagement sein, zumal das Unternehmen noch auf Jahre hinaus steuerbefreit aus den Kapitaleinlagereserven Ausschüttungen tätigen kann.

Lorenz Burkhalter Redakor Ringier
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