Finanz - Die grössten Banken der Schweiz sind laut Studie auch die digitalsten

Die grössten Retailbanken der Schweiz sind auch die digitalsten Retailbanken.
15.06.2021 13:48
Die Retailbank mit der grössten Anzahl an digitalen Funktionalitäten ist mit deutlichem Abstand die UBS.
Die Retailbank mit der grössten Anzahl an digitalen Funktionalitäten ist mit deutlichem Abstand die UBS.
Bild: imago images / Geisser

Die grossen Institute bieten ihren Kundinnen und Kunden gemäss einer Studie mehr digitale Funktionalitäten, Produkte und Dienstleistungen als kleinere Banken.

In der Studie des Instituts für Finanzdienstleistungen Zug (IFZ) der Hochschule Luzern und des Swisscom-"Think Tanks" e.foresight wurden insgesamt 35 Banken auf ihre digitalen Angebote für Privatkunden untersucht. Nicht bewertet wurde allerdings die Qualität der Angebote der einzelnen Banken, wie Mitverfasser Andreas Dietrich in einer Zusammenfassung schreibt.

Die Retailbank mit der grössten Anzahl an digitalen Funktionalitäten, Produkten und Dienstleistungen ist gemäss der Untersuchung mit deutlichem Abstand die UBS. Bei der grössten Schweizer Bank zählten die Studienverfasser insgesamt 65 solcher digitaler Funktionalitäten für Privatkunden. Allerdings ist damit auch die UBS vom möglichen Maximalwert von 87 Punkten noch ein gutes Stück entfernt.

Mit einigem Abstand auf die UBS folgt die Rivalin Credit Suisse, die ihrerseits auch die weiteren Grossbanken Postfinance, Zürcher Kantonalbank sowie Raiffeisen distanziert. Unter den ersten zehn Anbietern mit den meisten digitalen Funktionen rangieren in der Studie die Kantonalbanken von Luzern, Thurgau, Basel-Landschaft, Waadt und Sankt Gallen.

Bei den Top 15 zu finden sind auch die Regionalbanken Valiant sowie Hypothekarbank Lenzburg, die immer wieder als "digitalste Bank der Schweiz" bezeichnet wurde. Nicht unter den Spitzenreitern aufgelistet ist dagegen etwa die Glarner Kantonalbank, die als Vorreiterin etwa bei den Online-Hypotheken gilt.

Umfang heisst nicht Zufriedenheit

Die Studie hat die Banken auch in einzelnen Teilbereichen bewertet. Im Bereich E-Banking etwa erreichen die UBS (Nummer 1) und Raiffeisen (Nummer 2) die höchsten Punktzahlen. Die beiden gleichen Institute teilen sich beim Mobile Banking den ersten Rang. Im Bereich Anlegen und Vorsorgen stehen derweil die Postfinance sowie die UBS an der Spitze, während im Bereich "Finanzieren" die Credit Suisse den grössten Funktionsumfang anbietet.

Allerdings müsse die Kundenzufriedenheit nicht zwangsläufig mit den angebotenen digitalen Funktionalitäten korrelieren, betont HSLU-Professor Dietrich. So zeige etwa ein Blick auf die Bewertung von einzelnen Mobile Banking-Apps, dass die Zufriedenheit nicht unbedingt mit dem Funktionsumfang des Mobile Bankings in Zusammenhang stehen müsse.

(AWP)