Dieses Zentrum solle im Finnischen Meerbusen entstehen, teilte die Behörde ​am Montag mit. Der deutsche Aussenminister Johann ‌Wadephul sagte bei einem Besuch ‌in Stockholm, auch Deutschland sei bereit, sich an solchen Bemühungen zu beteiligen.

«Hier sind unsere Sicherheitsbehörden in einem engen Austausch miteinander», sagte Wadephul bei einer Pressekonferenz mit der ⁠schwedischen Aussenministerin Maria Malmer Stenergard. Es sei klar, dass die Unterwasserinfrastruktur im Ostseeraum schon mehrfach angegriffen worden sei. «Wir ​müssen diesen Zustand der Wehrlosigkeit möglichst schnell ‌überwinden», sagte Wadephul. «Deswegen werden wir ‍uns aktiv an allen Bemühungen beteiligen.» Auch Stenergard signalisierte die ​Bereitschaft Schwedens, dies zu unterstützen.

Der finnische Grenzschutz betonte, die zuständigen Stellen müssten in der Lage und befugt sein, ‌in den Hoheitsgewässern und der ausschliesslichen ⁠Wirtschaftszone einzugreifen. Der Ostseeraum ist seit ‌dem russischen Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022 in erhöhter Alarmbereitschaft. ‍Hintergrund sind mehrere Vorfälle, bei denen Stromkabel, Telekommunikationsverbindungen und Gaspipelines beschädigt wurden. Die Nato hat ihre ​Präsenz in der Ostsee inzwischen mit Fregatten, ‍Flugzeugen und Drohnen verstärkt.

(Reuters)