Der Umsatz sank nur noch leicht um 0,2 Prozent auf 545,7 Millionen Franken, wie der Spezialist für Bodenbeläge und Kunststoffbänder Forbo am Dienstag mitteilte. In Lokalwährungen wuchs der Umsatz um 4,0 Prozent - das erste Wachstum seit 2022.

Das erste Semester sei erneut durch eine anhaltende Schwäche der globalen Konjunktur geprägt gewesen, hiess es. Ab dem zweiten Quartal sei es zudem durch den Iran-Krieg zu deutlich höheren Rohstoffpreisen und Transportkosten gekommen. Allerdings zeigten die ergriffenen operativen Massnahmen bereits erste Verbesserungen.

Gewinn erneut tiefer

Den operativen Gewinn (EBIT) beziffert das Unternehmen auf 41,9 Millionen Franken, ein Minus von 2,3 Prozent zum Vorjahr. Die entsprechende Marge lag bei 7,7 Prozent nach 7,8 Prozent im ersten Semester des Vorjahres. Bereinigt um Einmaleffekte im Zusammenhang mit strukturellen Anpassungen in Höhe von 4,6 Millionen verbesserte sich das Betriebsergebnis indes um 8,4 Prozent.

Unter dem Strich fiel der Reingewinn mit 30,8 Millionen um 7,8 Prozent tiefer aus. Die Erwartungen der Analysten wurden damit beim Umsatz übertroffen, beim EBIT erfüllt und beim Reingewinn verfehlt.

Geschäftsbereiche besser als erwartet

In beiden Geschäftsbereichen lief es besser als erwartet. Die grössere Division Flooring Systems, also das Geschäft mit Bodenbelägen und Bauklebstoffen, verzeichnete einen Umsatz von 370,4 Millionen Franken, ein Plus in Lokalwährungen von 2,2 Prozent trotz der nachteiligen Entwicklung im Bausektor.

Besonders Förderentwicklungen der EU für Südeuropa sorgten für ein vielversprechendes Wachstum in der Region EMEA. Derweil sei die Bautätigkeit im für Flooring Systems grössten Markt Frankreich weiterhin schwach geblieben. Amerika verzeichnete eine weiterhin leicht rückläufige Nachfrage, während die Region APAC starkes Wachstum aufwies.

Noch etwas besser entwickelte sich die kleinere Sparte Movement Systems, die das Geschäft mit Förderbändern und Antriebsriemen umfasst. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum in Lokalwährungen um 7,9 Prozent auf 175,4 Millionen Franken. Der Geschäftsbereich profitierte von Preisanpassungen, den positiven Auswirkungen operativer Massnahmen und einem strikten Kostenmanagement. Alle drei Regionen zeigten ermutigendes Wachstum.

Ausblick bestätig

Am Ausblick für das Gesamtjahr hält Forbo fest und bleibt nach wie vor unkonkret. So werde weiterhin ein anspruchsvolles Marktumfeld ohne eine breite Erholung der Endmärkte erwartet. Der Umsatz dürfte laut Management währungsbedingt leicht tiefer ausfallen, der operative Gewinn leicht höher.

Zudem soll am ersten Kapitalmarkttag mit dem neuen Management am 21. Oktober die neue mittelfristige Strategie vorgestellt werden.

(AWP)