Dabei handelt es sich um den Tanker «Deyna», ⁠wie Präsident Emmanuel Macron am Freitag auf der Online-Plattform X ‌mitteilte. «Diese Schiffe, die internationale Sanktionen umgehen ‌und das Seerecht verletzen, ​sind Kriegsgewinnler», erklärte Macron. «Sie wollen Gewinne einstreichen und den russischen Angriffskrieg finanzieren.»

Lokalen Behörden zufolge enterte die französische Marine den unter der Flagge Mosambiks fahrenden ‌Öltanker, nachdem der Verdacht aufkam, das aus dem russischen Hafen Murmansk kommende Schiff fahre unter falscher Flagge. Der ​Einsatz sei gemeinsam mit Grossbritannien ausgeführt ​worden, teilte die französische Mittelmeer-Präfektur ​mit. Das Schiff sei zur weiteren Untersuchung zu einem Ankerplatz ‌gebracht worden.

Mit der sogenannten Schattenflotte versucht Russland, die internationalen Sanktionen wegen seines Krieges gegen die Ukraine zu ​umgehen ​und sein Öl ⁠auf dem Weltmarkt zu verkaufen. Dabei ​kommen oft veraltete ⁠Tanker mit unklaren Besitzverhältnissen zum Einsatz, die ‌auch eine Bedrohung für die Umwelt darstellen können. Eine russische Stellungnahme lag zunächst nicht vor.

(Reuters)