Fünf Nato-Staaten werden im laufenden Jahr voraussichtlich das Ziel der Allianz erreichen, 3,5 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts (BIP) für die Verteidigung auszugeben. Dies geht aus Daten hervor, die das Bündnis am Dienstag im Vorfeld des Gipfeltreffens in Ankara veröffentlichte. Spitzenreiter ist Litauen mit geschätzten 5,33 Prozent der Wirtschaftsleistung, gefolgt von Estland (5,1 Prozent), Lettland (4,92 Prozent), Polen (4,68 Prozent) und Griechenland (3,65 Prozent). Deutschland liegt den Prognosen zufolge bei 2,69 Prozent, die USA bei 3,17 Prozent. Die europäischen Nato-Mitglieder und Kanada dürften in diesem Jahr insgesamt 2,53 Prozent ihres BIP für die Verteidigung aufwenden.
Die Staats- und Regierungschefs der Nato hatten sich im vergangenen Jahr auf einem Gipfel in Den Haag darauf geeinigt, die Kernausgaben für Rüstung und Truppen bis 2035 auf 3,5 Prozent des BIP zu erhöhen. Zuvor lag die Zielmarke bei zwei Prozent. Die Mitgliedsstaaten wollen zudem weitere 1,5 Prozent in verteidigungsnahe Bereiche wie Cybersicherheit investieren. US-Präsident Donald Trump übt Druck auf die Bündnispartner aus, ihre Ausgaben zu steigern. Belgien, Portugal und Italien dürften in diesem Jahr Schätzungen zufolge nur knapp die alte Marke von zwei Prozent erreichen.
(Reuters)

