Die Aktien von Helvetia Baloise beginnen die neue Börsenwoche bei 191,70 Franken - ein Plus von rund 1 Prozent gegenüber dem Freitagsschlusskurs. In einem ansonsten seitwärts tendierenden Markt, in dem der SMI lediglich 0,1 Prozent zulegt, zählen die Papiere neben anderen Finanztiteln zu den stärksten Werten des Tages.

Doch das aktuelle Kursverhalten täuscht über die jüngste Schwächephase hinweg. Die Helvetia Baloise-Papiere notieren erneut unter dem Niveau, das sie zum Zeitpunkt der Fusion der beiden Versicherungskonzerne im Dezember 2025 aufwiesen. Die anfängliche Kurseuphorie währte somit nur kurz: Vom Fusionsdatum bis zum Jahreswechsel stiegen die Papiere von 198,20 Franken auf 209 Franken, um seither fast 9 Prozent zu verlieren.

Mit diesem Kursrückgang schneiden sie unter den Schweizer Versicherern am schlechtesten ab: Swiss Life und Zurich verloren im gleichen Zeitraum rund 8 Porzent, während Swiss Re 0,5 Prozent einbüsste. Unter den Finanzwerten weist lediglich die UBS mit einem Minus von etwa 16 Prozent eine noch schwächere Performance auf.

Die Entwicklung deutet darauf hin, dass Investoren vor der Fusion auf das erwartete Ereignis spekulierten und die Aktien entsprechend kauften. Nach Vollzug der Transaktion setzten jedoch Gewinnmitnahmen ein - ganz im Sinne der Börsenweisheit: «Buy the rumor, sell the fact.»

Dennoch bleiben Expertinnen und Experten positiv eingestellt. Von den acht befragten Experten empfehlen fünf den Kauf, zwei raten zum Halten und einer zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel wird bei rund 220 Franken gesehen - ein Gewinnpotenzial von rund 14 Prozent. Damit bietet Helvetia Baloise unter den Schweizer Versicherern das attraktivste Gesamtpaket: Bei Swiss Re, Swiss Life und Zurich dominieren Halteempfehlungen, während die Kursziele entweder unter dem aktuellen Kursniveau liegen oder marginal darüber.

(cash)