So empfiehlt der GAM-Verwaltungsrat weiterhin nachdrücklich das Übernahmeangebot von Liontrust zur Annahme. Falls das Angebot nicht ausgeführt werden könne, riskiere man Unsicherheiten, die GAM destabilisieren würden. Ebenso legt der Verwaltungsrat den Aktionären nahe, alle traktandierten Anträge an der ausserordentlichen GV abzulehnen.

Die GV ist vom 25. August auf den 18. August vorverlegt worden. Zur Abstimmung kommen Anträge von Rock Investment respektive der Aktionärsgruppe Newgame. Die Anträge beinhalten eine Neubesetzung des Verwaltungsrates, eine bedingte Kapitalerhöhung sowie eine Sonderprüfung.

Rock Investment und Newgame wollen GAM sanieren statt verkaufen - auch weil sie das Übernahmeangebot von Liontrust als zu niedrig betrachten. Dazu haben sie ebenfalls ein Übernahmeangebot für einen Teil der GAM-Aktien angekündigt. Ziel des geplanten Kaufangebots wäre es, Investoren, welche die Sanierung nicht mitmachen wollen, einen Ausstieg zu ermöglichen.

Nur vier Interessenten für das Fondsverwaltungsgeschäft

In den Antworten auf den Fragekatalog, den Rock Investment respektive Newgame eingereicht hatten, äussert sich der GAM-Verwaltungsrat einerseits zu Liontrust im Allgemeinen und zu den Kreditlinien, die Liontrust GAM zur Verfügung stellt. Andererseits werden aber auch Details zum Verkauf des Fondsverwaltungsgeschäft (FMS) offengelegt, das im vierten Quartal an die Carne Group veräussert werden soll.

Unter anderem schreibt der GAM-Verwaltungsrat, dass für FMS rund 25 potentielle Interessenten angefragt worden seien. Von denen hätten lediglich vier ein gewisses Interesse am Geschäftsfeld gezeigt. Carne sei schliesslich dank des besten Angebots zum Zug gekommen.

(AWP)