Für 2025 resultierte ein Nettoverlust von 74,2 Millionen Franken nach 77,2 Millionen im Vorjahr, wie es in der Mitteilung vom Donnerstag heisst. Der zugrunde liegende Verlust vor Steuern belief sich auf 60,2 Millionen Franken, verglichen mit 67,7 Millionen im Jahr 2024. Die Differenz zwischen den beiden Zahlen erkläre sich mit verschiedenen Umstrukturierungsaufwendungen.

Erneut geschrumpft sind die verwalteten Vermögen, die sich per Ende Jahr noch auf 12,5 Milliarden Franken beliefen, gegenüber 12,7 Milliarden per Mitte 2025 und 16,3 Milliarden per Ende 2024. Dieser Rückgang sei durch Nettomittelabflüsse von 3,7 Milliarden sowie durch veräusserte Vermögen in der Höhe von 0,5 Milliarden verursacht worden. Auf der anderen Seite habe es positive Markt- und Währungseffekte von nur 0,4 Milliarden gegeben.

GAM habe aber mit seinen Produkten eine gute Anlageperformance erzielt, betont das Finanzinstitut. So hätten 61 Prozent der verwalteten Vermögen die Vergleichsgruppe über drei Jahre übertroffen und 54 Prozent über fünf Jahre.

Keine schwarzen Zahlen im 2026

Im laufenden Jahr 2026 will GAM den Fokus auf Wachstum legen. Dies sei die oberste Priorität. Die Rückkehr zur Profitabilität werde hingegen wohl länger dauern als ursprünglich geplant. Vor einem Jahr waren für 2026 noch schwarze Zahlen in Aussicht gestellt worden.

Laut dem seit Mitte 2025 amtierenden CEO Albert Saporta Jahr sollte das Ausmass der Transformation von GAM in den vergangenen zwei Jahren aber nicht unterschätzt werden. «Wir haben bewahrt, was GAM auszeichnet - ein wegweisendes 40-jähriges Erbe, institutionelle Investmentkompetenzen und tief verankerte Kundenbeziehungen - während wir an anderer Stelle Komplexität reduziert haben.» Das Ergebnis sei eine Plattform mit einem Alternatives-Angebot im Kern, ergänzt durch High-Conviction-Aktienstrategien und Wealth Management. 

Der Investmentmanager GAM - 2009 von Julius Bär abgespalten - kämpft seit Jahren mit den Folgen hausgemachter Probleme. Seit 2018 ein prominenter Fondsmanager wegen Verfehlungen suspendiert wurde, hat der Asset Manager andauernde Geldabflüsse aus seinen Anlagevehikeln hinnehmen müssen.

2023 übernahm die Aktionärsgruppe um den französischen Investor Xavier Niel nach einem gescheiterten Übernahmeangebot des britischen Fondsmanagers Liontrust einen Anteil von 27,1 Prozent an GAM, der aktuell knapp 76 Prozent beträgt.

GAM erhielt von einer Gesellschaft von Niel auch eine Kreditfazilität von 100 Millionen Franken. Bis Ende Jahr seien davon 38,5 Millionen Franken abgerufen worden.

(AWP)