Die Aufträge, der Umsatz und der bereinigte operative Gewinn zogen im ersten Quartal deutlich an, wie das Unternehmen am Dienstag in Cincinnati mitteilte. Damit schnitt das Unternehmen besser ab als von Analysten erwartet.

Die Aussagen zu 2026 unterliegen allerdings einer Reihe von Einschränkungen, unter anderem einen Rückgang der Ölpreise zum Jahresende. Auch berücksichtigt die Prognose keine globale ökonomische Rezession. Marktteilnehmer verwiesen zudem auf zurückhaltende Aussagen des Unternehmens mit Blick auf den Iran-Krieg während einer Telefonkonferenz von GE zu den Quartalszahlen. So verlor die Aktie im frühen US-Handel gut viereinhalb Prozent, nachdem sie im vorbörslichen Geschäft noch deutlich zugelegt hatte.

GE Aerospace entwickelt und baut zusammen mit dem französischen Hersteller Safran Triebwerke für die Mittelstreckenjets Boeing 737 Max und Airbus A320neo. Zusammen mit dem deutschen Partner MTU ist der Konzern zudem bei den Boeing-Grossraumjets 787 und 777 sowie dessen Neuauflage 777X im Geschäft.

Im ersten Quartal erzielte GE einen Umsatz von 12,4 Milliarden US-Dollar, ein Viertel mehr als im Vorjahreszeitraum. Der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn legte um 18 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar zu. Der Überschuss sank jedoch um zwei Prozent auf rund 2,2 Milliarden Dollar.

Für das laufende Jahr erwartet GE-Chef Culp jetzt einen bereinigten operativen Gewinn in Richtung des oberen Endes der Spanne von 9,85 bis 10,25 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll ebenfalls zum oberen Ende der Bandbreite von 7,10 bis 7,40 Dollar tendieren. Die Prognose basiert unter anderem auf der Annahme, dass der Ölpreis bis ins dritte Quartal hinein hoch bleibt und zum Jahresende hin wieder sinkt. Auch könne Kerosin vorübergehend schwieriger zu bekommen sein, hiess es.

(AWP)