Rabattaktionen und hohe Investitionen in die Liefergeschwindigkeit haben sich für den chinesischen Onlineriesen Alibaba nicht ausgezahlt. Der Konzern verfehlte im abgelaufenen Quartal die Erwartungen der Analysten und enttäuschte damit die Anleger. Der Umsatz stieg im dritten Geschäftsquartal um 1,7 Prozent auf 284,84 Milliarden Yuan (rund 41,3 Milliarden Dollar), wie der Konzern am Donnerstag mitteilte.
Analysten hatten LSEG-Daten zufolge im Schnitt mit 290,7 Milliarden Yuan gerechnet. Unter dem Strich brach der Gewinn um 66,3 Prozent auf 15,63 Milliarden Yuan ein. Die US-notierten Aktien gaben im vorbörslichen Handel daraufhin um fast vier Prozent nach.
Alibaba hatte im Kampf um Marktanteile viel Geld in Rabattaktionen und schnellere Lieferzeiten gesteckt. Diese Investitionen zahlten sich jedoch nicht wie erhofft aus, da die anhaltende Immobilienkrise und Sorgen um ihre Einkommen auf die Kauflust der chinesischen Verbraucher drückten. Selbst während der traditionell starken Einkaufssaison rund um den «Singles' Day» hielten sich die Kunden zurück.
Der Wettbewerb im chinesischen Internethandel hat sich deutlich verschärft. Alibaba und JD.com versuchen, dem Marktführer bei Essenslieferungen, Meituan, Anteile abzujagen, was auf die Margen drückt. Im preisgünstigen Segment sieht sich Alibaba zudem der Konkurrenz durch die Pinduoduo-Mutter PDD Holdings und die zu ByteDance gehörende Video-App Douyin ausgesetzt, die mit Tiefpreisen locken.
(Reuters)

