Wegen eines Milliardenverlusts im Schlussquartal hat der US-Pharmakonzern Pfizer im vergangenen Jahr weniger verdient. Unter dem Strich sank der Gewinn 2025 um 3 Prozent auf knapp 7,8 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Das letzte Jahresviertel hatten milliardenschwere Abschreibungen unter anderem auf das Forschungsportfolio belastet. Der Aktienkurs sackte um vier Prozent ab.
Zugleich hielt der Umsatzschwund beim Konzern an, vor allem wegen der gesunkenen Nachfrage nach Covid-Medikamenten und -Impfungen. Auf Jahressicht ging der Umsatz um 2 Prozent auf 62,6 Milliarden Dollar zurück, im Schlussquartal schlug sich Pfizer mit einem Erlösrückgang um ein Prozent aber besser als erwartet. Seine Prognosen für 2026 bestätigte der Konzern.
Ferner veröffentlichte das Unternehmen Studien-Daten zu einem Medikament gegen krankhaftes Übergewicht (Adipositas), das sich der Konzern durch die milliardenschwere Übernahme des Biotech-Unternehmens Metsera gesichert hatte. Probanden verloren demnach binnen 28 Wochen im Schnitt 12,3 Prozent ihres Gewichts. Analysten taten sich mit einer Einschätzung der Daten im Vergleich zu den wichtigen Konkurrenzprodukten von Lilly und Novo Nordisk zunächst noch schwer. Pfizer hatte Metsera jüngst für bis zu zehn Milliarden Dollar zugekauft, um die durch den Rückgang der Covid-Umsätze entstandene Lücke wieder aufzufüllen. Auch andere Kassenschlager des Konzerns stehen unter Druck.
(AWP)

