Die Verkäufe bestehender Eigenheime legten im ‌Februar ⁠um 1,7 Prozent zum Vormonat auf eine Jahresrate von 4,09 ⁠Millionen zu, wie der Immobilienmakler-Verband NAR am Dienstag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen ‌hatten mit 3,89 Millionen gerechnet, nach aufwärts ‌revidiert 4,02 Millionen im ​Januar.

«Die Erschwinglichkeit von Wohnraum verbessert sich, und die Verbraucher reagieren darauf», erläuterte NAR-Chefökonom Lawrence Yun. Das Angebot wachse, aber nur langsam: «Sollte die Nachfrage in den kommenden Monaten deutlich anziehen und das Angebotswachstum ‌übertreffen, werden die Immobilienpreise unweigerlich steigen.»

Die Februar-Zahlen spiegeln offenbar Verträge wider, die bereits im Dezember und Januar abgeschlossen wurden. Die Hypothekenzinsen ​sind in diesem Jahr deutlich gesunken - unter anderem, ​nachdem US-Präsident Donald Trump die ​Federal Housing Finance Agency (FHFA) angewiesen hatte, Anleihen der Hypothekenfinanzierer Freddie Mac und ‌Fannie Mae zu kaufen. Die FHFA beaufsichtigt diese beiden Unternehmen.

Der Spielraum für weitere Rückgänge der Hypothekenzinsen dürfte jedoch angesichts des Nahostkrieges ​begrenzt ​sein. Dieser hat die ⁠Öl- und Benzinpreise in die Höhe ​getrieben, den Inflationsdruck verstärkt und ⁠die Renditen von US-Staatsanleihen erhöht. Hypothekenzinsen orientieren sich an ‌der Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen. Der durchschnittliche Zinssatz für das beliebte 30-jährige Festzinsdarlehen lag vorige Woche bei sechs Prozent, ‌wie Daten von Freddie Mac zeigen. Vor ​dem Ausbruch des Nahostkonflikts war er auf durchschnittlich 5,98 Prozent gefallen.