«Es war ein guter Anfang», sagte Aussenminister Abbas Araghtschi nach den indirekten Verhandlungen unter Vermittlung des Gastgebers Oman dem Staatsfernsehen. «Wir sind dabei, Misstrauen abzubauen», fügte der Minister in der omanischen Hauptstadt Maskat hinzu.
Die Beratungen in Maskat, der Hauptstadt des Omans, fanden inmitten erheblicher Spannungen zwischen dem Iran und den USA statt. Die Positionen der beiden Staaten liegen weit auseinander - auch was die Agenda der Beratungen betrifft. So will der Iran nur über sein Atomprogramm und die Aussetzung von Sanktionen sprechen. Die USA wollen die Verhandlungen jedoch ausweiten. Sie wollen über das Atomprogramm des Irans, aber auch über seine ballistischen Raketen und Unterstützung bewaffneter Gruppen wie der Hisbollah im Libanon und der Hamas im Gazastreifen beraten.
Auf eine Frage des Moderators, ob und wann die Gespräche fortgesetzt werden, legte sich Araghtschi nicht fest. Beide Regierungsdelegationen kehren nach seinen Worten zunächst zu Beratungen in ihre Hauptstädte zurück. Aussenamtssprecher Ismail Baghai schrieb auf der Plattform X, die Entscheidung über weitere Verhandlungsrunden werde «in Abstimmung mit den jeweiligen Hauptstädten» entschieden.
US-Präsident Donald Trump hat mehrfach mit einem Militärschlag gegen den Iran gedroht, sollte es keine Einigung geben. Für den Fall eines Angriffs hat der Iran Vergeltung angekündigt und gedroht, auch arabische Golfstaaten, die US-Stützpunkte beherbergen, könnten ins Visier geraten, sollten sie in einen Angriff auf die Islamische Republik involviert sein.
(Reuters)

