Die Aktien von Georg Fischer sind nach Zahlen mit einem klaren Minus in den Handel gestartet. Das Umfeld bleibe weiterhin schwierig und entsprechend sei das Zahlenset schwach ausgefallen, so der Tenor der Experten. Der laufende Transformationsprozess wird jedoch grundsätzlich positiv beurteilt.
Die Aktien des Schaffhauser Industriekonzerns sinken gegen 10.15 Uhr in einem wenig veränderten Gesamtmarkt um 4,4 Prozent auf 52,18 Franken, das Tagestief liegt mit 50,65 Franken noch deutlich tiefer.
Vontobel sieht das kurzfristige Umfeld weiterhin von zyklischen Belastungsfaktoren geprägt. Insbesondere der Abschwung im europäischen Wohnungsbau dürfte die Geschäftsentwicklung in naher Zukunft dämpfen, heisst es.
Die operative Profitabilität sei mit einer EBIT-Marge von 10,0 Prozent unter der von der Unternehmensführung angestrebten Zielbandbreite geblieben, heisst es bei Berenberg. Dies könnte Fragen zur operativen Umsetzung aufwerfen. Auch der Ausblick auf 2026 sei wenig inspirierend und die Ziele bis 2030 erschienen vor diesem Hintergrund ambitioniert.
Der Margendruck sei auf einen ungünstigen Geschäfts-Mix, Zollbelastungen sowie Währungseffekten in Höhe von rund 25 Millionen Franken zurückzuführen, so die ZKB. Zusätzlich hätten sich 2025 verschiedene Sonderfaktoren ausgewirkt, darunter Gewinne und Verluste aus dem Verkauf von Geschäftsbereichen sowie operative Verluste in den veräusserten Divisionen. Mittelfristig sieht die ZKB jedoch Erholungstendenzen in den relevanten Absatzmärkten sowie nachlassende Sonderkosten.
Strategisch wird der Transformationsprozess von allen drei Häusern grundsätzlich positiv beurteilt. Die Vereinfachung des Geschäftsmodells und die Fokussierung auf strukturell attraktive Endmärkte dürften langfristig Profitabilität, Kapitalrenditen und Transparenz verbessern. Entscheidend bleibe jedoch die operative Umsetzung und die Erreichung der Wachstums- und Margenziele.
(AWP)

