Situational Awareness, ein auf künstliche Intelligenz spezialisierter Hedgefonds, versuchte, einen Teil seiner Beteiligungen an nicht börsenkotierten Unternehmen zu verkaufen.
Eine Flut von Margin-Calls der Kreditgeber zwang den Hedgefonds in dieser Woche, schnell Bargeld zu beschaffen, um die Schulden zu reduzieren. Sequoia Capital und Greenoaks gehörten laut mit der Sache vertrauten Personen zu den Unternehmen, die Teile des Portfolios übernehmen sollten.
Laut denselben Quellen – die anonym bleiben möchten, da es sich um nicht öffentliche Informationen handelt – verzichtete Situational Awareness schliesslich auf den Verkauf jeglicher Positionen, nachdem es eine separate Vereinbarung mit Citadel getroffen hatte, um den Grossteil seines Portfolios an börsenkotierten Aktien abzustossen.
Vertreter von Sequoia, Greenoaks und Situational Awareness lehnten eine Stellungnahme ab.
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Das von Leopold Aschenbrenner gegründete Situational Awareness hat in Unternehmen investiert, die mit dem KI-Boom verbunden sind, darunter Bloom Energy, der Halbleiterhersteller Sandisk und der Cloud-Dienstleister CoreWeave.
Der ehemalige Forscher der OpenAI Foundation hat sich zu einer prominenten Stimme in den Debatten über die Zukunft der KI entwickelt. Investoren verfolgen seine Prognosen über die Entwicklung der neuen Technologie mit grossem Interesse.
Das junge Unternehmen sah zu, wie seine Vermögenswerte von 45 Milliarden Dollar zu Beginn des Julis auf etwa zehn Milliarden Dollar einbrachen, da KI-Aktien in den vergangenen Wochen unter Druck gerieten – vorwiegend wegen Fragen, ob ihre hohen Bewertungen haltbar sind.
Neben seinem Portfolio an börsenkotierten Aktien hat Situational Awareness auch einige bekannte Privatunternehmen in diesem Bereich unterstützt, darunter eine Beteiligung von über fünf Milliarden Dollar an Anthropic sowie an FluidStack und MatX.
Mit Sequoia Capital und Greenoaks wandte sich Aschenbrenner an zwei der prominentesten Investoren des Silicon Valley, die beide bereits Anteile an Anthropic halten. Laut einem Bericht der Wall Street Journal erwog der Hedgefonds, Anteile im Wert von 3,5 Milliarden Dollar an Anthropic an das Konsortium aus Sequoia und Greenoaks zu verkaufen, entschied sich aber schliesslich dagegen.
Sequoia Capital ist einer der grössten Risikokapitalfonds des Landes. Laut einer Wertpapiermeldung verwaltete das Unternehmen Anfang dieses Monats Vermögen im Wert von über 80 Milliarden Dollar. Greenoaks verwaltet unterdessen Vermögen von etwa 25 Milliarden Dollar.
Aschenbrenner ist im Silicon Valley als KI-Forscher bekannt, der Alarm schlägt über die Risiken des Technologiewettlaufs und wie schnell die Veränderungen eintreten könnten – so in einer Notiz aus dem Jahr 2024 mit dem Titel «Situational Aware».
(Bloomberg/cash)
