Der US-Autobauer General Motors verlängert die Produktionspause in seinem Elektroauto-Werk in Detroit wegen einer ‌schwachen ⁠Nachfrage um weitere zwei Wochen. Der seit dem 16. ⁠März geltende Stopp in der Fabrik werde fortgesetzt, teilte GM ‌am Montag mit. Die Produktion werde vorübergehend ‌angepasst, um sie ​mit der Marktnachfrage in Einklang zu bringen. Von dem Schritt sind 1300 Beschäftigte betroffen, die vorübergehend freigestellt werden.

In dem Werk werden unter anderem die Elektromodelle des Chevrolet ‌Silverado und des Hummer gefertigt. Im Januar hatte GM die Produktion dort um etwa 50 Prozent gekürzt. Der ​Konzern kämpft wie andere Hersteller mit einem ​nachlassenden Interesse an batteriebetriebenen Fahrzeugen und ​musste Abschreibungen in Höhe von 7,6 Milliarden Dollar auf seine ‌Elektroauto-Programme vornehmen.

Die Branche rückt zunehmend von ihren Elektro-Plänen ab, die inzwischen als zu ehrgeizig gelten. Ein Grund dafür sind ​die veränderten ​regulatorischen Vorgaben unter ⁠US-Präsident Donald Trump, der sich kritisch zu ​E-Autos geäussert hat. ⁠Stattdessen setzen Autobauer wieder verstärkt auf Verbrenner-Modelle wie Pick-ups ‌und SUVs. Passend dazu bestätigte GM am Montag, die Produktion seiner schweren Pick-ups in einem ‌Werk im Bundesstaat Michigan ab Juni hochzufahren.

(Reuters)