Der grösste US-Autobauer General Motors (GM) zahlt im Streit um den illegalen Verkauf von ‌Kundendaten ⁠im US-Bundesstaat Kalifornien eine Strafe von 12,75 Millionen ⁠Dollar.

GM habe sich mit den Behörden auf diesen Vergleich geeinigt, ‌teilte der kalifornische Justizminister Rob Bonta ‌am Freitag (Ortszeit) mit. ​Demnach hatte das Unternehmen über seinen Dienst OnStar zwischen 2016 und 2024 detaillierte Informationen über das Fahrverhalten von Hunderttausenden Kaliforniern an Datenhändler verkauft. Dazu gehörten neben Namen ‌und Adressen auch GPS-Standorte, gefahrene Geschwindigkeiten und starkes Beschleunigen.

Landesweit soll GM damit rund 20 Millionen Dollar eingenommen ​haben. Neben der Geldstrafe akzeptierte der Konzern ​ein fünfjähriges Verbot für den ​Verkauf persönlicher Daten. GM erklärte, die Einigung beziehe sich auf ‌das 2024 eingestellte Programm «Smart Driver» und unterstreiche die Bemühungen um einen besseren Datenschutz.

Medienberichten zufolge waren die Daten ​auch ​an Autoversicherer geflossen, die ⁠damit in einigen Regionen Beitragserhöhungen rechtfertigten. ​In Kalifornien ist ⁠dies jedoch gesetzlich verboten.

Bereits im Januar 2025 ‌hatte die US-Verbraucherschutzbehörde FTC das Vorgehen von GM als eklatanten Vertrauensbruch gerügt und dem Unternehmen ‌die Weitergabe sensibler Daten an Auskunfteien für ​fünf Jahre untersagt. 

(Reuters)