Die Aktien des Verpackungsherstellers SIG steigen im frühen Dienstagshandel um 2,7 Prozent auf 11,46 Franken, nachdem die US-Investmentbank Goldman Sachs die Abdeckung des Unternehmens aufgenommen und die Papiere mit einer Kaufempfehlung versehen hat. Zum Vergleich: Der Schweizer Gesamtmarkt, gemessen am SPI, notiert mit einem Plus von 0,2 Prozent leicht im grünen Bereich.

In einer Branchenstudie weist das US-Finanzinstitut auf die Marktführerschaft des Verpackungsspezialisten hin. Da dieser Markt hohe Eintrittsbarrieren aufweist und nach Einschätzung der Goldman-Experten Potenzial bietet, zu den historischen Wachstumsraten zurückzukehren, dürfte das Potenzial bei den SIG-Aktien erheblich sein.

Dieses Potenzial erscheint besonders gross, nachdem SIG ein enttäuschendes Jahr hinter sich hat, das von mehrfach gesenkten Prognosen, nicht realisierten Synergien aus Übernahmen und einem Managementwechsel geprägt war. Mittlerweile hat das Unternehmen jedoch ein Restrukturierungsprogramm abgeschlossen und steht seit Anfang März 2026 unter neuer Führung. Während der Präsentation der Jahresergebnisse wies die Finanzchefin zudem darauf hin, dass die Talsohle in China erreicht wurde.

Mittelfristig erwartet der Goldman-Analyst ein Umsatzwachstum von rund 4 bis 5 Prozent und eine Verbesserung der Margen unter anderem dank Kostendisziplin. Vor diesem Hintergrund setzt er ein Kursziel von 16 Franken an, was gegenüber dem aktuellen Kursniveau ein Aufwärtspotenzial von 40 Prozent bedeutet.

Ungewiss bleibt indes, wie schnell SIG nach dem Aussetzen der Dividende im vergangenen Jahr wieder Ausschüttungen vornehmen kann. Zwar rechnet der Marktkonsens bereits für das laufende Geschäftsjahr (Auszahlung 2027) mit einer Dividende von 27 Rappen pro Aktie, doch die Schätzungen der Experten weichen stark voneinander ab: Die optimistischste Prognose liegt bei 45 Rappen, während die vorsichtigste Schätzung nur 16 Rappen vorsieht.

(cash/AWP)