Zwar hoffe er auf eine Einigung in den anstehenden Gesprächen mit den USA und Dänemark, es gebe jedoch Grenzen, die nicht überschritten werden dürften, sagte Nielsen am Mittwoch in Paris. «Wir stehen unter Druck, unter ernstem Druck», fügte er bei einem gemeinsamen Auftritt mit der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hinzu. Die Bevölkerung sei verängstigt. Zugleich räumte Nielsen ein, dass angesichts eines aggressiveren Verhaltens Russlands mehr für die Überwachung und Sicherheit der Region getan werden müsse.
Frederiksen betonte ihrerseits die Notwendigkeit europäischer Geschlossenheit, die sich bereits bei der Abwehr von US-Präsident Donald Trumps Zolldrohungen gezeigt habe. Die Weltordnung habe sich für immer verändert. Dennoch sei der transatlantische Zusammenhalt überlebenswichtig, da Russland keinen Frieden wolle. «Wenn wir zulassen, dass Russland in der Ukraine gewinnt, werden sie weitermachen», warnte sie. Trump hatte zuletzt Begehrlichkeiten bezüglich der zum dänischen Königreich gehörenden Insel angemeldet, eine gewaltsame Übernahme aber ausgeschlossen. Russland hat in der Arktis zahlreiche Militärstützpunkte aus Sowjetzeiten modernisiert.
(Reuters)

