Was Anfang des Jahres mit einer Reihe von Vorladungen des DoJ an die Banken begann, habe sich nun zu einer umfassenden Untersuchung ausgeweitet, schreibt Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Im Zentrum stehe dabei die von der UBS übernommene Credit Suisse. Das Justizministerium (DoJ) untersuche aber auch mögliche Verfehlungen der UBS gegen die Bestimmungen.
Das DoJ sei insbesondere an Informationen darüber interessiert, wie die Banken in den vergangenen Jahren mit den Konten von sanktionierten Kunden umgegangen seien. Es gehe sowohl um Sanktionen seit der Ukraine-Invasion in Russland im Jahr 2022 wie auch um bereits vorher verhängte Restriktionen in der Folge der Besetzung der Krim.
Eine UBS-Sprecherin wollte die Meldung auf AWP-Anfrage nicht kommentieren.
An der Aktienbörse ist die Nachricht schlecht angekommen: Die UBS-Titel verloren bis zu acht Prozent, der Börsenhandel mit den Papieren wurde vorübergehend gestoppt.
Untersuchung noch in früher Phase
Das DoJ sei insbesondere an Informationen darüber interessiert, wie die Banken in den vergangenen Jahren mit den Konten von sanktionierten Kunden umgegangen seien. Befragungen von Managern oder Mitarbeitenden hätten allerdings noch nicht stattgefunden. Es gehe sowohl um Sanktionen seit der Ukraine-Invasion in Russland im Jahr 2022 wie auch um bereits vorher verhängte Restriktionen in der Folge der Besetzung der Krim im Jahr 2014.
Die Untersuchung sei zudem weiterhin noch in einer frühen Phase und es sei keineswegs sicher, dass es zu einer Anklage komme, schreibt Bloomberg weiter. Das US-Justizministerium wollte gegenüber Bloomberg keinen Kommentar abgeben. Eine UBS-Sprecherin wollte am Mittwoch den Bericht auf AWP-Anfrage ebenfalls nicht kommentieren.
Umgehung des Amtswegs
Offensichtlich seien die Anfragen an die UBS direkt gestellt worden, statt dass die offizielle Amtshilfe beansprucht worden sei. Normalerweise müssen ausländische Anklagebehörden eine Anfrage an die Schweizer Behörden stellen. Das Bundesamt für Justiz erklärte gegenüber Bloomberg, bisher keine diesbezügliche Anfrage aus den USA erhalten zu haben.
Vor allem die Credit Suisse hatte vor dem Ukraine-Krieg ein bedeutendes Geschäft mit der Verwaltung der Vermögen reicher Russen: Die damalige zweitgrösste Schweizer Grossbank verwaltete laut Bloomberg-Zahlen in der Spitze russische Vermögen in Höhe von mehr als 60 Milliarden US-Dollar. Allerdings habe sich diese Zahl bereits zum Zeitpunkt der Ukraine-Invasion im Februar 2022 fast halbiert.
Die neuen Untersuchungen der US-Justiz dürften die Befürchtungen der UBS-Investoren bezüglich der rechtlichen und finanziellen Risiken der CS-Übernahme noch vergrössern. So hatten die US-Behörden in der Vergangenheit Sanktionsverstösse teilweise mit hohen Strafzahlungen geahndet. Am Mittag stürzte die UBS-Aktie zeitweise um fast 8 Prozent ab und notierte am Nachmittag noch rund 3,4 Prozent im Minus auf 22,22 Franken.
(Reuters/AWP)
4 Kommentare
USA haben unser Bankengeheimnis zum schweizer käse gemacht und unsere Kunden nach Delaware eingeladen.. sie führen gegen die ganze Welt Wirtschaftskrieg. Wann merken das unsere "regierenden" endlich?
Unglaublich, dass Schweizer Banken trotz Milliardenpenalties in der Vergangenheit immer noch nichts dazugelernt haben. Der Beschluss, die Gelder zu blockieren, war von der gesamten freien Welt gefällt worden, und dies mit gutem Grund: die Ukrainer vergiessen letztlich ihr Blut für uns, für die freie Welt! Zu deren Schutz wurde diese Massnahme beschlossen.
Nachdem die Finma nicht imstande ist, solches präventiv zu verhindern, hoffe ich, dass Ermotti hier endlich aufräumt.
Ich frage mich wie lange unsere Behörden noch zusehen?auch nachdem der grosse CEO Ermotti gesagt hat,dass er keine Kommissionen will die der UBS auf die Finger schauen . Da fragt man sich wer regiert unsere Schweiz ? sind es die Politiker das Volk" hat ja nicht viel zu sagen" oder könnten es eventuell sogar die Grossindustriellen sein die ihre Milliarden auf Schweitzer Bankkonten haben,hier in der Schweiz wohnen und nur Pauschalbesteuert werden .Einen ganz lieben Gruss an unsere lieben Volksvertreter.
FINMA und KKS Gewehr bei Fuss.
Ich gebe es zu, bin keine Freund von der Monsterbank und vom Geschenk der CS an UBS.