Grossbank - EU-Kommission passt Vorwürfe gegen Credit Suisse in Forex-Kartell-Untersuchung an

Die Credit Suisse wurde von der Europäischen Kommission in einer langjährigen Kartelluntersuchung wegen früherer Manipulationen am Devisenmarkt über eine Anpassung der Vorwürfe informiert.
22.03.2021 07:20
Sitz der Credit Suisse im Londoner Finanzviertel Canary Wharf.
Sitz der Credit Suisse im Londoner Finanzviertel Canary Wharf.
Bild: Bloomberg

Die Credit Suisse will sich gegen die Vorwürfe zur Wehr setzen. Das "Supplemental Statement of Objections" folge jenem, welches die Bank im Juli 2018 erhalten habe und das bereits im Geschäftsbericht 2018 erwähnt worden sei, teilte die Grossbank in einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber der Nachrichtenagentur AWP mit. Als Erste hatte der Nachrichtendienst PaRR darüber berichtet.

Die EU führt bereits seit Jahren eine Untersuchung wegen Absprachen von Banken im Devisenhandel. Im Juli 2018 sandte die Europäische Kommission im Rahmen dieser Untersuchung Beschwerdepunkte an mindestens sieben Banken, darunter auch die Credit Suisse. 2019 bestrafte sie dann fünf Banken - Barclays, RBS, Citigroup, JPMorgan und Mitsubishi - mit Bussen von insgesamt mehr als 1 Milliarde Euro. Die UBS war damals als Tippgeberin einer Strafe entkommen.

Die CS werde sich gegen die Vorwürfe der Europäischen Kommission zur Wehr setzen, erklärte diese gegenüber AWP. Die Bank sei weiterhin der Überzeugung, dass sie nicht an einem systematischen Verhalten am FX Markt beteiligt war, welches die Wettbewerbsregeln der Europäischen Union verletzte, heisst es weiter.

(AWP)