Neun weitere Bergleute werden noch vermisst, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Samstag berichtete. Das Unglück ereignete sich demnach am späten Freitagabend in der Zeche Liushenyu in der Provinz Shanxi. Zum Zeitpunkt der Explosion hätten sich 247 Arbeiter unter Tage befunden. Zunächst hatte Xinhua von acht Toten und mehr als 200 geretteten Bergleuten berichtet. Die Rettungsarbeiten dauerten nach Angaben der örtlichen Katastrophenschutzbehörde an.
Der chinesische Präsident Xi Jinping forderte die Behörden auf, bei der Rettung und der Behandlung der Verletzten «keine Mühen zu scheuen». Zudem ordnete er eine gründliche Untersuchung der Unfallursache sowie die strikte Verfolgung der Verantwortlichen an. Ministerpräsident Li Qiang schloss sich den Forderungen an und pochte auf eine zügige und genaue Informationsweitergabe. Nach Angaben von Xinhua sind die Führungskräfte der Betreibergesellschaft festgenommen worden.
China hat die Zahl der tödlichen Grubenunglücke, die häufig durch Gasexplosionen oder Wassereinbrüche verursacht werden, seit den frühen 2000er Jahren durch strengere Vorschriften deutlich gesenkt. Der Vorfall in Liushenyu ist jedoch einer der folgenschwersten in der Volksrepublik im vergangenen Jahrzehnt.
(Reuters)

