Gurit wähnt sich mit der laufenden Transformation zwar auf Kurs. Viktor Bernhardt, der nach seiner Interims-Zeit mittlerweile definitiv zum Konzernchef ernannt wurde, sieht aber noch Einiges an Arbeit vor sich.

«Wir haben das Unternehmen tiefgreifend restrukturiert und verfügen heute über einen global aufgestellten und effizienten industriellen Footprint», sagte er in einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit der «Finanz und Wirtschaft». Gleichzeitig sei das Unternehmen auf attraktive Wachstumsmärkte ausgerichtet worden.

«Dennoch stehen wir erst am Anfang unseres Weges zu nachhaltiger Profitabilität und befinden uns keineswegs im Autopilot-Modus», so Bernhardt. Die Restrukturierung sei nun aber abgeschlossen, entsprechend seien daraus auch keine zusätzlichen operativen Effekte mehr zu erwarten. Er bestätigte dabei gleichzeitig die Prognose von Ende August, wonach die operative Marge im Gesamtjahr 2026 auf rund 10 Prozent zu liegen kommen sollte.

Bessere Balance zwischen Wind und Nicht-Wind

Was das Wachstum anbelangt, will Gurit laut Bernhardt künftig eine bessere Balance zwischen dem Wind- und Nicht-Wind-Geschäft erreichen. So sei das Unternehmen zuletzt auch im Bereich Marine & Industrial stark gewachsen.

Hinsichtlich der US-Zölle auf Importe aus Kanada, wo Gurit ebenfalls tätig ist, meinte der CEO: «Wir haben ein Massnahmenpaket geschnürt und arbeiten daran. Es sind mehrere Massnahmen, auf die ich nicht im Einzelnen eingehen kann.» Sollten die Zölle aber über einen längeren Zeitraum bestehen bleiben, würde dieses Massnahmenpaket die Auswirkungen deutlich mildern.

(AWP)