Zu den Zielen gehörten Finanzinvestoren wie Blackstone, KKR ⁠und Apollo Global Management, wie aus einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht von Google und ‌von der Nachrichtenagentur Reuters ausgewerteten Daten hervorgeht. ‌Die Angreifer versuchen, an Passwörter ​von Mitarbeitern zu gelangen, um Lösegeld zu erpressen. Reuters konnte nicht feststellen, bei welchen Unternehmen die Angriffe erfolgreich waren.

Die Hacker nutzen dabei eine als «Social Engineering» bekannte Taktik. Sie geben sich in ‌Anrufen bei Mitarbeitern als IT-Abteilung des eigenen Unternehmens aus und drängen die Angesprochenen dazu, ihre Passwörter oder Sicherheitsmerkmale auf einer gefälschten Webseite zu ​aktualisieren. Geben die Mitarbeiter ihre Daten ein, können ​die Angreifer diese samt der zur ​Absicherung nötigen Codes abgreifen und die Konten übernehmen. Experten zufolge zeigt die Vorgehensweise, ‌dass trotz hochentwickelter Sicherheitsprogramme oft einfache Täuschungen am effektivsten sind.

Dem Bericht zufolge haben die Angreifer, die unter Namen wie «Redact» oder «Pink» auftreten, ​ihren ​Fokus zuletzt auf Finanzinvestoren, Anwaltskanzleien ⁠und Ratingagenturen verlagert. Zuvor hatten sie es ​auch auf Firmen ⁠wie den Fahrdienstleister Uber und den Jeans-Hersteller Levi Strauss abgesehen. Google ‌zufolge zielen die Hacker auf Branchen, von denen sie sich hohe Lösegeldzahlungen versprechen. Die betroffenen Finanzunternehmen lehnten eine ‌Stellungnahme grösstenteils ab oder reagierten nicht auf Anfragen.

(Reuters)