Die USA und Taiwan haben ein Handelsabkommen für eine strategische KI-Partnerschaft geschlossen. Dies werde dazu führen, dass ein grosser Teil des amerikanischen Halbleitersektors wieder in die USA verlagert werde, teilte das US-Handelsministerium am Donnerstag (Ortszeit) mit. Teil der Vereinbarung sei, dass taiwanische Halbleiter- und Technologieunternehmen mindestens 250 Milliarden Dollar in den Ausbau der Produktion in den USA investieren würden.
Das Abkommen sei für beide Seiten ein Gewinn, sagte die stellvertretende taiwanische Ministerpräsidentin Cheng Li-chiun auf einer Pressekonferenz in Washington. «Wir hoffen, dass wir in Zukunft enge strategische KI-Partner werden können.» Die Investitionen würden von den Unternehmen und nicht von der Regierung getragen. Die taiwanischen Firmen würden zudem weiterhin in ihrer Heimat investieren, fügte sie hinzu. Die USA sind der wichtigste internationale Unterstützer und Waffenlieferant Taiwans.
Den Angaben von US-Handelsminister Howard Lutnick zufolge umfassen die Investitionen auch 100 Milliarden Dollar, die der Chiphersteller TSMC bereits 2025 zugesagt hatte. Taiwan werde zudem weitere 250 Milliarden Dollar an Krediten garantieren, um weitere Investitionen zu erleichtern, teilte die US-Regierung mit. Die Vereinbarung sieht zudem konkrete Zollregelungen vor. Dem US-Handelsministerium zufolge wird der US-Zollsatz für taiwanische Waren auf 15 Prozent begrenzt. Darüber hinaus sollen Zölle von null Prozent für Generika und deren Inhaltsstoffe, Flugzeugkomponenten sowie für natürliche Ressourcen gelten, die in den USA nicht verfügbar sind.
(Reuters)
