Für das erste Quartal stand dank vergleichsweise geringer Grossschäden unter dem Strich ein Gewinn von gut 711 Millionen Euro und damit fast anderthalbmal so viel wie ein Jahr zuvor, wie Hannover Rück am Montag in Hannover mitteilte. Vorstandschef Clemens Jungsthöfel sieht den Dax-Konzern damit auf Kurs, den Gewinn in diesem Jahr auf einen neuen Rekordwert von mindestens 2,7 Milliarden Euro zu steigern, obwohl die Preise im Schaden- und Unfallgeschäft bei der Vertragserneuerung im April weiter sanken.

Am teuersten schlugen im ersten Quartal die Folgen von Wintersturm «Fern» in Nordamerika sowie zwei Atlantikstürmen in Südwesteuropa und Marokko zu Buche. Ein Jahr zuvor hatten die Waldbrände in Los Angeles allerdings viel grössere Zerstörungen angerichtet. Nun dürfte das nicht verbrauchte Grossschaden-Budget aus dem ersten Quartal nach Einschätzung des Managements «komfortabel» ausreichen, um mögliche bis dahin entstandene Schadenaufwendungen aus dem Iran-Krieg zu tragen. «Konkrete Meldungen liegen allerdings bislang nur in geringem Umfang vor», erklärte das Unternehmen.

(AWP)