Hapag-Lloyd-Chef Rolf Habben Jansen begründete seine Aussage in einem Interview mit RTL/ntv mit Treibstoffkosten, die um mehr als 50 Prozent über dem normalen Niveau lägen, sowie Ausgaben für Versicherungen und die Lagerung von Containern. Diese Mehrkosten würden an die Kunden weitergegeben. «Das können wir auch nicht so locker absorbieren», sagte Habben Jansen.
Das grösste Problem sei jedoch, dass derzeit sechs Schiffe des Unternehmens mit rund 150 Beschäftigten im Persischen Golf festsässen und nicht auslaufen könnten, erklärte der Manager. Die Versorgung der Besatzungen mit Proviant und Wasser sei zwar gesichert. Die Lage bleibe aber schwierig.
Für die Weltwirtschaft sei die Sperrung der wichtigen Seeroute «nicht gut», sagte Habben Jansen weiter. Entscheidend sei die Dauer des Nahost-Konflikts. Sollte die Blockade ein bis zwei Monate anhalten, seien die Folgen wahrscheinlich überschaubar. Bei einer Dauer von drei, sechs oder gar zwölf Monaten sehe dies jedoch anders aus. Der Iran hat wegen des Kriegs mit Israel und den USA die für den weltweiten Öl- und Flüssiggastransport wichtige Strasse von Hormus seit dem 2. März weitgehend blockiert. Die Führung in Teheran hat aber auch erklärt, dass Schiffe aus nicht-feindlichen Staaten die Meerenge passieren dürften.

