Ray Dalio, Gründer des US-Hedgefonds Bridgewater Associates, sieht in einem Interview mit der Financial Times wachsende Ungleichheit, unterschiedliche Werte und Vertrauensverlust als Treiber einer «extremen» politischen Entwicklung in den USA - vergleichbar mit der globalen Lage in den 1930er- und 1940er-Jahren.
Dalio betont, dass die jahrelangen hohen Defizite und das untragbare Schuldenwachstum die US-Wirtschaft an den Rand einer Krise gebracht hätten. Die neuen Haushaltspläne könnten innerhalb von drei Jahren einen «schuldenbedingten Herzinfarkt» auslösen: «Ich würde sagen, in etwa drei Jahren - plus/minus ein oder zwei Jahre». Dabei hätten Präsidenten beider Parteien die Verschärfung der Situation bereits vor Trumps jüngstem Haushaltsplan mitzuverantworten.
Er warnt, dass die politisch geschwächte Fed das Vertrauen in den Dollar untergraben und das Halten von Dollar-Schuldtiteln weniger attraktiv machen könnte. Sollte der Markt die fiskalische Glaubwürdigkeit infrage stellen, stünde die Fed vor der Wahl: Zinsen steigen lassen und eine Schuldenkrise riskieren - oder Geld drucken und die neuen Schulden aufkaufen. Beide Wege würden den Dollar schwächen.
(Bloomberg/cash)

3 Kommentare
Ja leider wird es hart nicht nur für die USA. Alle Firmen in den USA werden vermutlich mehr Steuern bezahlen müssen. Die Schweiz inkl. alle SMI Firmen werden das auch zu spüren bekommen. Wohin mit dem Geld und wie anlegen bleibt die grosse Frage? Gold, weil es keinen Ertrag abwirft, ist keine Option.
Die FAANG Unternehmen verdienen weiterhin glänzend und das ist entscheidend und nicht diese negativen Leute wie Dalio und sein Gefolge.
Der Dollar ist schon länger im Sinkflug, Trump hat nun das Vertrauen schwerwiegend zerstört, die Folgen werden hart.