Ken Griffin, Gründer des Hedgefonds Citadel, hat kritisiert, dass die Regierung von Donald Trump Loyalität belohne – ein Vorgehen, das bei vielen Spitzenmanagern auf wenig Verständnis stosse. Zudem monierte Griffin die Bereitschaft des Präsidenten, seine Familie während der Amtszeitzu bereichern.

«Die meisten CEOs möchten nicht in die Lage kommen, sich einer Regierung anbiedern zu müssen», sagte Griffin am Dienstag in einem Interview am Rande einer Veranstaltung des Wall Street Journal. Wenn die US-Regierung den Eindruck von Vetternwirtschaft vermittle, wachse bei Führungskräften die Sorge, geschäftlich zu gewinnen oder zu verlieren – je nachdem, ob sie die Regierung öffentlich unterstützen oder nicht.

Es ist nicht das erste Mal, dass Griffin Präsident Donald Trump kritisiert. Bereits im vergangenen Monat hatte er erklärt, mehr US-Manager sollten offen ihre Meinung zu Trumps Politik äussern.

Griffin sprach zudem von «Fehltritten» Trumps, wenn dieser Entscheidungen treffe, die seiner Familie zugutekämen, während er im Amt sei. Das werfe die Frage auf, ob dabei tatsächlich das öffentliche Interesse im Vordergrund stehe.

Zwischen den frühen Phasen seines Wiederwahlkampfs und Mai 2025 habe Trump sein Vermögen auf rund 5,4 Milliarden US-Dollar verdoppelt, berichtete Bloomberg im vergangenen Jahr. In diesem Zeitraum seien unter anderem milliardenschwere Immobiliengeschäfte, ein Social-Media-Unternehmen und ein Krypto-Projekt durch den Namen Trump vorangetrieben worden.

Darüber hinaus schloss Griffin nicht aus, selbst einmal in die Politik zu gehen. «Ich möchte glauben, dass ich mich zu einem späteren Zeitpunkt meines Lebens im öffentlichen Dienst engagieren werde», sagte er, schränkte jedoch ein, dass dies in den nächsten Jahren eher unwahrscheinlich sei.

(Bloomberg/cash)