Die Paketflut in der Schweiz ist laut «SonntagsZeitung» mehrheitlich auf heimische Onlinehändler zurückzuführen. Interne Daten der Schweizerischen Post, die der Zeitung vorliegen, zeigten, dass vor allem die 20 grössten nationalen Anbieter das Wachstum im Paketmarkt antreiben würden.

Firmen wie Digitec, Galaxus, Brack oder Zalando kämen zusammen auf einen Anteil von 37 Prozent. Der Anteil asiatischer Sendungen stagniere dagegen seit 2024 bei rund 11 bis 12 Prozent. Seit 2016 seien nur etwa 20 Prozent des Wachstums auf Lieferungen aus Asien zurückzuführen.

Trotzdem kritisierten Schweizer Händler weiterhin ungleiche Wettbewerbsbedingungen, etwa bei Produkthaftung oder Recyclinggebühren. Patrick Erny, Direktor der Swiss Retail Federation, habe davor gewarnt, «Äpfel mit Birnen zu vergleichen», denn viele asiatische Sendungen würden per Briefpost eintreffen. Das Volumen solcher Kleinwarensendungen aus Asien sei zwischen 2022 und 2024 um 126 Prozent gestiegen.

(AWP)