Der Betriebsgewinn von Heineken sei organisch um ⁠6,7 Prozent auf 2,17 Milliarden Euro gestiegen, teilte der weltweit zweitgrösste Bierbrauer am ‌Mittwoch mit. Analysten hatten lediglich mit einem ‌Plus von 3,3 Prozent gerechnet. ​Der Absatz legte um 1,6 Prozent und damit ebenfalls stärker als erwartet zu. Der Umsatz kletterte um 2,4 Prozent auf 17,55 Milliarden Euro.

Finanzchef Harold van den Broek zufolge wuchs das Unternehmen ‌bei seinen fünf wichtigsten weltweiten Biermarken, zu denen neben Heineken auch Tiger und Desperados gehören. Auch das Segment der teureren Premium-Biere sowie ​Getränke jenseits des klassischen Gerstensafts hätten zu der ​positiven Entwicklung beigetragen. Mit der Streichung ​der 3000 Arbeitsplätze hat der Konzern die Hälfte seines auf zwei Jahre angelegten Restrukturierungsplans ‌umgesetzt. Dieser sieht den Abbau von insgesamt bis zu 6000 Stellen vor, um die Gewinnmarge zu verbessern.

Das Sparprogramm war noch vom ​ehemaligen ​Konzernchef Dolf van den Brink ⁠auf den Weg gebracht worden. Er ​war im Januar ⁠nach sechs Jahren an der Spitze überraschend zurückgetreten. Sein Nachfolger Rafael ‌Oliveira soll das Amt im Oktober übernehmen. Investoren erhoffen sich von ihm, dass er den Absatz weiter ankurbelt ‌und den Rückstand auf den Branchenprimus Anheuser-Busch InBev ​bei der Effizienz und den Aktionärsrenditen aufholt.

(Reuters)