Ausstehende Marginkredite, also Geld, das zum Aktienhandel aufgenommen wurde, sind laut von Bloomberg zusammengestellten Daten in China und Südkorea seit dem Erreichen von Rekordhochs Ende Juni um mehr als zehn Prozent gesunken. In Taiwan fielen sie an sechs aufeinanderfolgenden Handelstagen auf den tiefsten Stand seit Mai.
Auch bei börsengehandelten Indexfonds (ETF) mit Hebelwirkung, die an Samsung Electronics und SK Hynix gekoppelt sind und an der Börse in Korea notieren, verzeichnete das verwaltete Vermögen einen starken Rückgang – es sank bis Donnerstag auf 4,1 Milliarden Dollar, von mehr als 11 Milliarden Dollar am 25. Juni, wie aus Daten von Bloomberg Intelligence hervorgeht. Das lag am Kursrückgang der zugrunde liegenden Aktien. Auch die Zuflüsse in solche Fonds, die für starke Volatilität verantwortlich gemacht werden, haben sich in den vergangenen zwei Wochen ins Negative gedreht.
«Gross angelegte Entschuldung ist im Allgemeinen eine gesunde und oft notwendige Marktbereinigung, insbesondere wenn sie durch erzwungene Positionierung und nicht durch verschlechternde Fundamentaldaten getrieben wird», sagte Ivan Feinseth, Chef-Anlagestratege bei Tigress Financial Partners.
Dies dürfte auch für die hiesigen Chip-Zulieferer Comet, VAT und Inficon positiv sein. Seit Monatsbeginn sind deren Kurse zeitweise zwischen 19 und 23 Prozent eingebrochen. Denn Analystinnen und Analysten sind für diese drei Unternehmen besonders positiv eingestellt: Die Comet-Aktien werden von zehn von elf Experten zum Kauf empfohlen, das Kursziel liegt über 38 Prozent höher. Die VAT-Titel werden wiederum von elf von 19 Analysten empfohlen und jene von Inficon von sechs von elf. Die Kursziele liegen 15 respektive 2 Prozent höher.
(cash/Bloomberg)
